Foto des Fahrzeugs
Weltrekordversuch

Logo Projekt CO2-100minus

Statt mehr Leistung jetzt weniger Emission: Projekt CO2-100minus ist das Nachfolge-Projekt von v300plus.

Jungfernfahrt von Eindhoven via Münster nach Saarbrücken [13. August 2007]

Umweltschutz-Aspekt steht im Vordergrund“

Rekordfahrt im Oktober in Papenburg

Ein Auto an der Zapfsäule - ein oft durchgeführter, täglich tausendfach zu beobachtender Vorgang in Deutschland. Dieser Tage in Saarbrücken, genauer gesagt auf dem Gelände der Hochschule für Technik und Wirtschaft, gab es allerdings den Tankvorgang der etwas anderen Art. Schon das Fahrzeug ist ein Blickfang. Ein von Tuner Hartge aufbereiteter, bunt mit Markenzeichen verschiedener Firmen beklebter BMW der 1er-Serie mit 450 Pferdestärken bunkert Treibstoff. Kein Benzin, kein Diesel, sondern Autogas strömt in den Tank. Die Gruppe der Frauen und Männer, welche die Aktion beobachtet, spendet Beifall. Der Applaus gilt der erfolgreichen Jungfernfahrt des Projektes v300plus mit dem vorläufigen Ziel Saarbrücken. Start war im holländischen Eindhoven beim Autogasspezialisten Vialle. Einen Zwischenstopp mit dem bärenstarken 5-Liter-Achtzylinder legten Stefan Rupp, Ingenieurstudent und Fahrer des Hartge H1, und sein Professor Thomas Heinze, beide von der Hochschule für Technik und Wirtschaft, bei der Westfalen AG in Münster ein.

Im Projekt v300plus, unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Saarländischen Wirtschaftsministeriums, soll die Umweltfreundlichkeit und Leistungsstärke von Autogas als Energieträger für Kraftfahrzeuge demonstriert werden. Höhepunkt der Aktion wird eine Rekordfahrt auf der Hochgeschwindigkeitsanlage in Papenburg sein.

Bei Vialle in Eindhoven war der Achtzylinder auf den Autogasbetrieb umgerüstet worden. Ein wichtiges Entwicklungsziel im Projekt v300plus ist der monovalente Betrieb nur mit Autogas. „Bisher startet der Motor mit Benzin, bei 30 Grad Temperatur wird auf Gasbetrieb umgeschaltet. Unser Ziel ist der direkte Start mit Gas, also kein Benzintank mehr, sondern ein Gastank, eventuell aus Gewicht sparendem Verbundwerkstoff“, sagt Professor Dr. Thomas Heinze. Derzeit laufen intensive Messungen zur Erfassung und Analyse der Abgasemissionen. „Dies liegt uns sehr am Herzen“, so Professor Heinze. „Ein leistungsstarkes Fahrzeug muss keinerlei Einbußen in der Fahrdynamik und Fahrkultur hinnehmen, bei deutlich reduziertem CO2-Ausstoß“, so Heinze. Momentan geht man im Projekt von 18 Prozent Einsparung beim CO2 aus.

Beim Zwischenstopp in Münster bei der Westfalen AG war natürlich auch Tanken angesagt. 200 Kilometer hatte das 450 PS starke Fahrzeug von Eindhoven bis zur Westfalen-Tankstelle zurückgelegt, 30 Liter Autogas mussten dafür nachgetankt werden. „Wir waren natürlich nicht immer mit Vollgas unterwegs, das war nicht möglich und ist ja auch nicht zu verantworten“, so der HTW-Student Rupp in Münster. Man arbeite derzeit außerdem an Optimierungen der Motorelektronik und des Fahrwerkes. Neben der Westfalen AG, Vialle und Tuner Hartge sind noch der Schmierstoffhersteller Fuchs aus Mannheim und die Kfz-Überwachungsorganisation KÜS mit der Bundeszentrale in Losheim am See als Partner beim Projekt v300plus mit dabei. Am Ziel der Jungfernfahrt in Saarbrücken informierten die Rektoren der Hochschulen in Saarbrücken und Kaiserslautern über die Bedeutung von v300plus für die Studierenden und die jeweiligen Schulen. Friedhelm Kortmann, Leiter Westfalengas-Technik, unterwies die Anwesenden in der Betankung des Fahrzeuges mit Autogas und gab Informationen zum letzten Stand der Technik.

Für Mitte Oktober steht der Versuch eines Geschwindigkeitsrekordes auf dem High-Speed-Oval in Papenburg an. „Wir wollen einen Hochschul-Weltrekord mit über 300 Stundenkilometer, gefahren mit unserem Autogas-Fahrzeug, aufstellen. Es soll der aufregende Höhepunkt des Projektes sein und die Interessen aller auf Autogas als Treibstoff lenken“, so Professor Dr. Harald Altjohann, einer der „Väter“ des Projektes v300plus.

Der ursprünglich für August geplante Rekordversuch wurde verschoben, die für das Projekt maßgeblichen und wichtigen Messungen und Forschungen nahmen mehr Zeit als geplant in Anspruch.

Pressekontakt für das Projekt v300plus:

Schwerpunkt Fahrzeugtechnik

Hans-Georg Marmit
KÜS-Bundesgeschäftsstelle
Zur KÜS 1
66679 Losheim am See
Telefon: +49 (0) 6872 9016 380
Fax: +49 (0) 6872 9016 5380
E-Mail: presse(at)kues.de

Schwerpunkt Autogas

Jürgen Erwert
Westfalen AG
Industrieweg 43
48155 Münster
Telefon: +49 (0) 251 695 305
Fax: +49 (0) 251 695 129
E-Mail: j.erwert(at)westfalen-ag.de

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Tankstelle
Tankstelle