Foto des Fahrzeugs
Weltrekordversuch

Logo Projekt CO2-100minus

Statt mehr Leistung jetzt weniger Emission: Projekt CO2-100minus ist das Nachfolge-Projekt von v300plus.

v300plus - Autogas im Fokus der Projektpartner [2. Juli 2007]

„Nur mit kompetenten Partnern ist das Projekt zu realisieren!“

Projekt hat positive Aspekte für alle Beteiligten

Über 300 Stundenkilometer soll er fahren, der Renner mit dem starken Motor. In der letzten Augustwoche steht der Rekordversuch des Projekts-v300plus an, auf dem Hochgeschwindigkeitsoval im norddeutschen Papenburg. Bringt das der Kraftstoff Autogas? Wie wirkt das auf den Motor? Was tut sich da umweltmäßig? Diese und andere Fragen sollen im Laufe des Projektes beantwortet werden – von den Professoren und Studenten der Hochschulen und den Technikern der Projektpartner. „Nur mit ihnen wird diese Herausforderung zu bewältigen sein“, stellt Professor Dr. Harald Altjohann fest.

Nach wie vor ist das Wissen um die alternative Antriebsenergie Autogas rar. Verwechslungen sind an der Tagesordnung, Vorurteile weit verbreitet. Einzig dass man mit Autogas beim Tanken ordentlich sparen kann, hat sich vor allem wegen der mittlerweile sehr hohen Preise für herkömmliche Kraftstoffe herumgesprochen. Das Interesse an Autogas zu steigern ist letztlich das Ziel des Projekts v300plus. Der zu erwartende Geschwindigkeitsrekord ist dabei die spannende Komponente. Die im Laufe der Arbeit am Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen Autogas als umweltfreundlichen Treibstoff in der Entwicklung weiter bringen und bei den Verkehrsteilnehmern für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

Klaus Oberste-Wilms, beim Projektpartner Westfalen AG Leiter des Geschäftsbereichs Westfalengas, sieht den alternativen Treibstoff Flüssiggas, auch Autogas oder LPG genannt, auf dem Vormarsch. „Flüssiggas wird als Begleitgas bei der Rohöl- und Erdgasförderung gewonnen oder in Raffinerien erzeugt. Nach wie vor werden aber große Mengen abgefackelt. Das ist eine Verschwendung wertvoller Ressourcen und schadet massiv der Umwelt. Diese Energie als Kraftstoff zu nutzen ist das bestmögliche Klimaschutzprogramm. Und ohne jahrelange Vorlaufzeiten wirksam.“ Nach seiner Überzeugung muss mehr Information über Autogas vermittelt werden und die Energie wie jeder andere Kraftstoff unkompliziert verfügbar gemacht werden. Wegen der zu erwartenden technischen Neuerungen wirkt die Westfalen AG am Projekt-v300plus mit. Sie sollen Autogas mehr Akzeptanz bei den Autofahrern verschaffen.

„Das Know-how über die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Energie Autogas ist für uns von großer Bedeutung. Die Besonderheiten, etwa die höhere Oktanzahl gegenüber Benzin oder die Wirkung unterschiedlicher Mischungsverhältnisse der Hauptbestandteile Propan und Butan, sind wichtige Punkte. Grundsätzlich kann man schon jetzt sagen, dass die manchmal behauptete Leistungsschwäche von autogasbetriebenen Motoren einer faktischen Prüfung nicht standhält. Auch leistungsgesteigerte Fahrzeuge wie das Rekordauto laufen hervorragend mit Autogas“, so Herbert Hartge. Seine Tuningschmiede im saarländischen Beckingen stellt das Fahrzeug für den Rekordversuch. Hartge sieht für seine Firma im Projekt eine zielgenaue „Informationsbörse“ und ist überzeugt, dass alle Beteiligten für ihre Aufgaben wichtige Erkenntnisse gewinnen werden.

Vialle als Hersteller von Autogasanlagen steht für Innovation in der Autogastechnik. „Wir bringen unser LPi-System mit in das Projekt-v300plus ein. LPi steht für niedrige Emissionen und Verbräuche. Basis dafür ist die in Deutschland noch ungebräuchliche Direkteinspritzung von flüssigem Autogas. Weltweit fahren inzwischen allerdings über 350 000 Fahrzeuge mit diesem System. Was uns an v300plus reizt, ist die Arbeit mit kompetenten Partnern an einem leistungsstarken Fahrzeug. Wir erwarten einen hohen Informationstransfer und bringen unser gesamtes Know-How mit. Das Projekt wird mehr Aufmerksamkeit auf den alternativen Treibstoff lenken“, so Vialle-Chef Hans Verhoeven. Alle Testmöglichkeiten des Unternehmens stehen auch für das Projekt-v300plus zur Verfügung und werden wesentliche Erkenntnisse für die Alltagsnutzung von Autogas bringen.

Sicherheit beim Betrieb von Autogasanlagen ist für viele Autofahrer das Thema Nummer eins. Die Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation KÜS hat ein ganz besonderes Augenmerk auf die sichere Verbauung und Verwendung einwandfreier Komponenten bei Autogasanlagen. „Wir prüfen auch die zunehmende Zahl der Autogasanlagen in Fahrzeugen. Unsere bundesweit über tausend Prüfingenieure werden hierzu speziell geschult. Durch das Projekt-v300plus haben wir Kontakte zu den führenden Anbietern rund um die Autogastechnologie. Die Vertreter der KÜS sind involviert in das gesamte Geschehen. Die Erkenntnisse fließen in die Aus- und Weiterbildung unserer Prüfingenieure ein. Die KÜS liefert die nötigen Informationen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die im Projekt zu leistenden Umbauarbeiten“, so Peter Schuler, Bundesgeschäftsführer der KÜS.

Schmierstoffe spielen eine wichtige Rolle, wenn es um die Kraftstoffeinsparung geht. Das weiß Norbert Schell von Fuchs: „Wir waren uns sehr schnell einig, dass wir Partner des Projekts-v300plus werden würden. Als führender Erstausrüster und Entwicklungspartner der Automobilindustrie werden wir unsere Kompetenz im Bereich Schmierstoffe einbringen. Die zunehmende Zahl von Fahrzeugen mit Autogasantrieb verlangt nach einer Spezialisierung auch bei den Schmierstoffen. Wir als Spezialist haben entsprechende Schmierstoffe für Gasfahrzeuge entwickelt. Bei dem Rekordversuch gilt es z. B., die Reibungsverluste im Antriebsstrang auf ein Minimum zu reduzieren – hier werden wir wertvolle Hilfe leisten können und zugleich weitere Erkenntnisse für unsere Arbeit gewinnen.“

Die Professoren Altjohann, Klär und Heinze begrüßen die Zusammenarbeit mit der Industrie, ebenso das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Saarländische Wirtschaftsministerium. Die Ministerien haben die Schirmherrschaft über das Projekt-v300plus übernommen. Begründet ist das im Klimaschutz. Deshalb sollen bis 2020 knapp eine Million Autogasfahrzeuge in Deutschland unterwegs sein. Die Industrie will das schon zwei Jahre früher erreichen. Und dazu sollen die technischen Fortschritte durch das Forschungsprojekt beitragen.

Pressekontakt für das Projekt v300plus:

Schwerpunkt Fahrzeugtechnik

Hans-Georg Marmit
KÜS-Bundesgeschäftsstelle
Zur KÜS 1
66679 Losheim am See
Telefon: +49 (0) 6872 9016 380
Fax: +49 (0) 6872 9016 5380
E-Mail: presse(at)kues.de

Schwerpunkt Autogas

Jürgen Erwert
Westfalen AG
Industrieweg 43
48155 Münster
Telefon: +49 (0) 251 695 305
Fax: +49 (0) 251 695 129
E-Mail: j.erwert(at)westfalen-ag.de

Dieser Text als [DOC]